AlteGeschichtenZumNachlesen

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  • Das Pfarrhaus

       

    Die Geschichte der Kirchengemeinde Wassel ist von Hartmut Busche über viele Jahre erforscht worden. Aus seinen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Kirche etwa aus dem 12. Jahrhundert stammt. Das Pfarrhaus der Gemeinde war im Jahre 1720 niedergebrannt und bevor ca. 60 Jahre später als Neubau das heutige Pfarrhaus errichtet wurde, gab es nur eine notdürftige Übergangslösung. Dazu findet man in Hartmut Busches Unterlagen die folgende Aufzeichnung.

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    Das Pfarrhaus war schon immer Treffpunkt nicht nur für die Mitglieder der Kirchengemeinde, sondern wurde vielfältig zum Wohle des Dorfes genutzt. 

     

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  • Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr

     

     
     
     

    Nicht wegzudenken aus Wassels Dorfleben ist die Feuerwehrkapelle. Offiziell gegründet wurde sie im September 1923. Für die Mitglieder folgte eine bewegte Zeit mit viel Freud und Leid.  

    Dies ist wunderbar erzählt in den Aufzeichnungen von Joachim Zimmermann und Siegfried Busche.

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    Zum Glück für Wassel und Umgebung gibt es die Feuerwehrkapelle immer noch und ihre Musik erklingt nicht nur bei öffentlichen Anlässen, sondern auch bei persönlichen Jubiläen. Einen kleinen Einblick bieten die Fotos aus dem Archiv der Feuerwehrkapelle. 

      

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  • Der Niedersächsische Bauernhof - Vierständerhallenhaus

     

     

    Das auf der Liste der Baudenkmale von Sehnde stehende Bauernhaus in der Großen Kampstraße 12 hat eine Geschichte, die bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht. Zu dieser Zeit trug der Halbmeierhof die Hausnummer 4 und gehört somit zu den ältesten Hofstellen in Wassel.

    Auf das kleine Foto klicken und mehr zur Geschichte des Hauses Wassel Nr. 4 erfahren.

    Nach einem Brand blieb nur ein Teil der Nebengebäude in der alten Form erhalten. Das Haus selbst wurde im Jahre 1816 in seiner jetzigen Form als Vierständerhallenhaus wiederaufgebaut. Heute wird es nur noch als Wohngebäude genutzt.

    Interessant für Besucher ist die von der Großen Kampstraße her einsehbare Front des Hauses. Eine Besichtigung ist nicht möglich.

     

    Bei Schachtarbeiten im Sommer 2016 wurden Fundamentreste aufgefunden, die wohl mehr als 200 Jahre alt sind. Gefunden wurde auch eine dünne Schicht Brandschutt mit Holzkohlestücken. Dieser Fund bestätigt die Informationen über einen Brand vor etwa 200 Jahren.

    Ebenfalls ausgegraben wurden Reste einer Feldsteinpflasterung, ein großer Stein (wohl früher eine Fundamentunterlage für einen Türpfosten) und verschiedene Scherben von Gebrauchsgegenständen.

    Brandschutt mit Holzkohlestücken 

     

    Reste eine Feldsteinpflasterung 

     

    Fundamentstein und Reste von Gebrauchsgegenständen

     

     Ausführlicher informieren kann man sich in der Zusammenfassung "Über den Hausbau um 1800..." 

     Auf das kleine Foto klicken und mehr über den Hausbau um 1800 erfahren

      

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  • Deutung des Ortsnamens

    Obwohl die Schreibweise des heutigen Wassel über die Jahrhunderte wechselte, ist der Bezug zur Umgebung und dem, was den ersten Siedlern wichtig war, sehr deutlich.

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  • Die Burg und die Asseburg

    Noch heute ist auf einer privaten Weide eine erhöhte Fläche zu sehen, die die Lage einer sehr alten Burganlage zeigt. Es wurde versucht, mit Hilfe der vorhandenen Merkmale die Abmessungen und die Gestaltung der Burg abzuschätzen. Daraus ist diese (nichtmaßstäbliche) Skizze entstanden.  

    Die im Jahre 1979 bei Bauarbeiten gefundenen sehr alten Fundamentreste zwischen der alten Burganlage und der Wasseler Kirche unterstützen die Annahme, dass die oberirdischen Teile der Burg abtransportiert und u. a. auch zum Bau der Kirche verwendet wurden. Einen exakten wissenschaftlichen Nachweis gibt es dafür bis jetzt noch nicht. 

       
     Reste von Holzbohlen  Der Fundort (Kirche im Hintergrund)

    Es wird vermutet, dass die Burganlage im Bereich der Kirche in einem engen Zusammenhang mit den Resten einer Ringwallanlage außerhalb Wassels (südwestlicher Ortsrand) steht. Diese Ringwallanlage ist als Asseburg bekannt und war sehr wahrscheinlich als Verteidigungsanlage vorgesehen. Interessant ist, dass sich im Inneren der Wallanlage die vermutliche Lage eines Brunnens anhand der Flora rekonstruieren lässt. Wo man einen Brunnen vermuten könnte, und nur dort, wachsen unabhängig von der sonstigen Nutzung besonders feuchtigkeitsliebende Wildkräuter.

    Dieser Wallanlage wurde keine denkmalpflegerische Aufmerksamkeit mehr entgegengebracht, deshalb wurde sie in den letzten ca. 200 Jahren mehr und mehr überpflügt. Trotz dieser ständigen landwirtschaftlichen Nutzung sind die Wallreste auf Luftaufnahmen immernoch erkennbar. 

    Diese Aufnahme (aus dem Privatarchiv von Hannelore Stolze) wurde im Jahre 1979 gemacht.   

    Deutlich sind im unteren Bereich des Bildes die Reste des Ringwalls der Asseburg zu erkennen.

    Auf aktuellen Satellitenaufnahmen (Google) ist diese Wallanlage immer noch erkennbar. 

    Die Kenntnisse zur älteren Geschichte sind sehr lückenhaft. Ab dem beginnenden 18. Jahrhundert gibt es deutlich mehr Informationen. Diese werden in der nächsten Zeit hier eingestellt.    

     

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  • Die Freiwillige Feuerwehr Wassel

     

       

    Die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Wassel sind Tag und Nacht zur Stelle, wenn in Wassel oder anderen Sehnder Ortsteilen Gefahr besteht.

    Darüber hinaus sind sie eine wichtige Bereicherung des Dorflebens von Wassel:

    • Sie unterweisen Kinder und Jugendliche im Brandschutz und bilden sie zu Feuerwehrmännern und -frauen der Zukunft aus.
    • Sie richten Veranstaltungen für das Dorf aus (z. B. Osterfeuer, Weihnachtsmarkt, Laternenumzug)
    • Sie kümmern sich um die Sicherheit bei Dorffesten

     

    Interessante Informationen zur Geschichte der Feuerwehr in Wassel hat Hartmut Busche zusammengestellt.

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  • Die Grafen von Wassel - Bernhard I.

    In einem Zeitungsausschnitt von 1962 ist geschrieben:

    „So manches Dorf ruht wie ein Findling in der Landschaft. Über das Werden und erste Wachsen ist ein geheimnisvoller Schleier gebreitet. Es ist nichts weiter bekannt, als dass der Name eines Tages in einer Urkunde auftauchte. Aber da war es schon da, bestand schon aus mehreren Höfen. Woher die ersten Einwohner gekommen sind und warum sie gerade hier ihre Heimstatt bauten – niemand weiß es. Ein solches Dorf, das eines Tages einfach da war, ist die Gemeinde Wassel, im östlichen Winkel des Landkreises Hannover gelegen.“

    Eins wird hier und in verschiedenen anderen Überlieferungen deutlich, die Grafen von Wassel haben eine wichtige Rolle für den Ort gespielt, insbesondere wohl Bernhard I. Ihm ist auch im Ortsteil Glenzburg mit der "Bernhard-von-Wassel-Straße" ein Denkmal gesetzt.

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  • Die Grafen von Wassel - Folge 1 bis ...

    Verfasser: Horst Jürgensen   (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)  - Wassel im November 2014   -Der Verfasser steht unter dieser Mail-Adresse und persönlich gern für Rückfragen zur Verfügung. 


     

    Die Grafen von Wassel:Eine Annäherung in möglichst vielen Folgen.

    Jetzt steht Folge 1 allen Interessierten zur Verfügung

     

     

    Auf       Adelheid von Wassel II. ca. 1174 bis 1244   klicken und die 1. Folge lesen

    anschließend Horst Jürgensen mit ganz vielen Fragen "nerven".

     

    Er hat versprochen - Fortsetzung folgt, das wird sicher spannend.

  • Die Grafen von Wassel, Vicedomini von Hildesheim

    Skandale, pikante Geschichten und wirklich Wichtiges aus den Adelshäusern werden in den Schlagzeilen von Zeitungen und Internet gegenwärtig zwar deutlich schneller verbreitet, gegeben hat es sie in der Vergangenheit aber gleichermaßen. Dies wird in einem Artikel deutlich, den P. Theuer zu H. Busches Sammlung beigesteuert hat. 

    Geschrieben ist der Text in Fraktur, der von Mitte des 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts meistbenutzten Druckschrift im deutschsprachigen Raum. Wer sich durch die erste halbe Seite des Textes durchgearbeitet hat, wird feststellen, dass das Lesen immer einfacher wird. Gleichzeitig wird man auf eine sehr angenehme Weise mit der damaligen Wortwahl, die sich von der heutigen durchaus unterscheidet, vertraut gemacht - ein Ausflug in die Geschichte eben.

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  • Dorfschule

     

     

     

     

     

     

     

    Aus den Aufzeichnungen von Hartmut Busche wissen wir, dass im Jahre 1630 in Wassel mit Schulunterricht begonnen wurde. Die Schule gehörte zur Kirche, der Unterricht wurde vom Küster oder vom Pastor durchgeführt. Ab dem 1. Weltkrieg wurde die Schule durch die Gemeinde gepachtet.

    Das erste Schulhaus  (Foto) stand im Kirchweg. Es ist immer noch erhalten und heute Privathaus. Im Jahre 1950 wurde das neue Schulgebäude (unsere Station 1) gebaut. Hier wurden zunächst alle Wasseler Schüler, nach ein paar Jahren nur noch die Schüler bis zur 4. Klasse unterrichtet. 

    Einen sehr guten Einblick in den täglichen Schulbetrieb gibt uns eine Aufzeichnung der Lehrerin Johanna Jungjohann, die in Wassel von 1941 bis 1951 unterrichtete.

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    Nach der Gebietsreform von 1974 wurde die Schule in Wassel ganz geschlossen und alle Schüler wurden von da an in Sehnde unterrichtet.

     

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  • Geschichte der Küstereidotation der Gemeinde Wassel

    Im Jahre 1927 verfasste der Pastor i. R. Wallmann einen sehr interessanten geschichtlichen Überblick zur Geschichte der Küstereidotation der Gemeinde Wassel. Dies ist gleichzeitig eine einzigartige Information zur Entwicklung von Wassel seit dem 12. Jahrhundert. Das Dokument stammt aus der Sammlung von Hartmut Busche und ist auch in anderen privaten Sammlungen in Wassel zu finden (eine spätere Abschrift enthält verschiedene Übertragungsfehler).

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  • Kurioses, Lustiges, Trauriges aus Wassels jüngerer Geschichte

    Wassel hat nicht nur eine interessante Geschichte, die weit über das Mittelalter hinaus bis in die Steinzeit zuürckreicht (mehr dazu an Station 5 - Kirche und Alter Friedhof), es steckt auch voller kleiner Geschichten, lustige und traurige. Einige davon sollen hier erzählt werden:


    Die Verwaltungen haben manchmal so ihre eigenen Vorstellungen, was für einen Ort das Beste ist. Wie sich das der Landkreis Hannover im Jahre 1952/53 vorstellte, kann man im Dokument "An die Gemeinde Wassel - Landschaftspflege in Ihrer Gemeinde" nachlesen. Wie es tatsächlich gekommen ist, weiß jeder von uns aus dem täglichen Dorfleben.

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    In der Vergangenheit gab es noch nicht in jedem Haushalt Kühl- und Gefriermöglichkeiten. Dies wurde in Wassel auf die übliche Art gelöst, gemeinsam. Arnd Busche weiß einiges über die bis 1989 in Wassel tätige Kalthausgenossenschaft zu erzählen.

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    Sogar über Wassels Grenzen hinaus wird immer mal wieder die Geschichte um den Ziegenzuchtverein erzählt.  In Hartmut Busches Unterlagen fand sich dazu ein Auszug aus einem Zeitungsartikel aus dem Jahre 1984 mit dem Titel "....Der letzte Wasseler Ziegenbock führt nur noch ein Rentnerdasein

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    Bereits vor dem Krieg war es hier in der Umgebung Tradition, dass junge Männer kostümiert durch die Gegend gezogen sind und allerlei Unfug angestellt haben. Diese Tradition, bekannt als Fastnachtslauf wurde nach dem Krieg wiederbelebt. Dazu schreibt A. Busche das folgende:

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    Die Anzahl der Firmen und Handwerksbetriebe ist in Wassel immer noch beachtlich, Gaststätte gibt es nur noch eine und Einkaufsmöglichkeiten direkt im Ort überhaupt nicht mehr. Wie das im Jahre 1935 aussah, illustriert eine Anzeigenseite aus der HAZ.

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    Auch in Wassel waren schlimme Schicksale und traurige Begebenheiten zu beklagen.

    In der Zentralkartei für Mordsachen und Lehrmittelsammlung von 2007 des Landesarchivs Berlin kann man folgende Information über einen Mord in Wassel im Jahre 1932 finden:

    Gemäß Informationen aus Wassel wurde dieser Mord in der Kleinen Kamp Str. 2 begangen.

     

    Ein besonders schreckliche Begebenheit, der Mord an einer gesamten Familie wurde 1911 in der Leinezeitung beschrieben. Dieses Dokument wurde im Stadtarchiv Garbsen entdeckt.

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     Einen interessanten Überblick über das Dorf bietet auch dieses Foto vom Gesangverein Wasselvon 1894. Das Foto wurde zwischen 1894 und 1896 gemacht. 

      

    Jeder, der wissen möchte, wer auf dem Bild zu sehen ist, klickt einfach auf das Foto. Dann öffnet sich ein größeres Bild mit vielen Informationen. 


     

    Nicht weit entfernt vom Ort, im Wald zwischen Wassel und Bilm liegt ein sumpfiges Gebiet, genannt das Ärbernest. Im 16. Jahrhundert befand sich hier eine wichtige Gemarkungsgrenze, an der es immer wieder zum Teil sehr blutige Grenzstreitigkeiten gab.

    Zu dieser Geschichte veröffentlichte der Sehnder Anzeiger im Jahre 2001 einen interessanten Artikel.

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    ...  und hier ist noch Platz für weitere Geschichten...

     

     

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  • Ortsgeschichte

    Eine Zusammenfassung aus den 1990-er Jahren gibt einen Überblick über Wassel Geschichte von der Bronze- bis in die Neuzeit. 

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  • Siedlungen, älter als die Asseburg

    Das ganz alte Wassel – mehr als nur Kirche, Burg und Asseburg - Leben in und um Wassel vor mehr als tausend Jahren

    Weitgehend bekannt ist, dass gemäß Überlieferungen aus dem Mittelalter unweit der Wasseler Kirche eine Burg und außerhalb Wassels eine Ringwallanlage (Asseburg) existiert haben. All dies wird den Grafen von Wassel zugeordnet. 

    Fast unbekannt ist, dass dies längst nicht alles ist.

    An verschiedenen Stellen rund um Wassel werden immer mal wieder Gegenstände oder bauliche Rückstände aus alter Zeit gefunden, die Auskunft über das Leben der Menschen lange vor der Existenz der Asseburg geben können. Solche Funde wurden beispielsweise in den vergangenen Jahrhunderten des Öfteren aufgelesen, als die Bauern noch direkt am Pflug arbeiteten. Gelegentlich finden auch Spaziergänger interessante Scherben o.ä. am Feldrand, und auch bei Baumaßnahmen kann man auf Zeugnisse der Vergangenheit stoßen. Sofern diese Funde den zuständigen Ämtern gemeldet wurden, geben diese Funde der Öffentlichkeit einen interessanten Einblick in die Vergangenheit. 

    Neben diesen Zufallsfunden suchen einige Heimatforscher und Archäologen auch gezielt nach archäologisch interessanten Funden. So können geologische Besonderheiten, alte Wasserläufe und Bodenqualität Hinweise auf gute Siedlungsplätze geben. Auch werden Luftaufnahmen hinsichtlich sogenannter positiver oder negativer Bewuchsmerkmale untersucht; bei bestimmten Reifestadien von Getreide lassen Reifeunterschiede Rückschlüsse auf im Boden enthaltene Gruben, Mauerreste o.ä. ziehen. Auch alte Landkarten und Flurbezeichnungen können Hinweise auf vergangene Nutzungen / Ereignisse geben. Beispielsweise ist diese sehr interessante Karte des Gebietes in den Archiven zu finden (auf dem hier gezeigten Kartenausschnitt ist die Umgebung von Wassel zu sehen).

     

     (Herausgegeben vom Niedersächsischen Landesverwaltungsamt – Landvermessung – Hannover 1986, Original: Kurhannoversche Landesaufnahmen des 18. Jahrhunderts (Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Kartenabteilung: Signatur: Kart. N 25564)) 

    Der Beauftragte für archäologische Denkmalpflege der Stadt Sehnde, David Zielinski, hat sich in den letzten Jahren intensiv mit entsprechenden Recherchen beschäftigt. Auch in der Gemarkung Wassel ist er fündig geworden. Dazu gehören insbesondere eine Pfeilspitze, ein Felsrechteckbeil und Abschläge aus dem Neolithikum, ein sehr gut erhaltenes Absatzbeil aus der Bronzezeit, Urnenscherben aus der germanischen Zeit und eine Fibel (ein Vorgänger des Knopfes) aus der Völkerwanderungszeit. Schon zuvor gab es mehrere interessante Funde von Bürgerinnen und Bürger. Dem Landesamt für Denkmalpflege wurden bislang ein weiteres Felsrechteckbeil und ein Flintartefakt aus dem Neolithikum, weitere Keramik aus germanischer Zeit, eine Urne aus der Völkerwanderungszeit und mehrfach Keramik aus dem Mittelalter gemeldet. Dokumentiert sind weiterhin die eingangs genannte Burganlage an der Wasseler Kirche und die Asseburg. Zudem gibt es (noch nicht belegte) Hinweise auf einen weiteren neolithischen Siedlungsplatz sowie eine dritte Wallanlage nordöstlich bzw. nördlich von Wassel. Die genauen Fundorte können leider nicht im Internet veröffentlicht werden. Hintergrund ist, dass zu viele unseriöse „Schatzsucher“ unterwegs sind, die zur persönlichen Bereicherung beispielsweise auch vor der Plünderung von alten Grabstätten durch gezielte Grabungen nicht zurückschrecken und so wichtige Fundzusammenhänge zerstören. Der materielle Wert solcher Funde ist fast immer sehr gering, der Schaden für die Geschichtsforschung kann hingegen immens sein.

     

    Schon aus den vorgenannten Funden bzw. Befunden lässt sich ablesen, dass die Gegend um Sehnde und insb. Wassel schon seit tausenden von Jahren besiedelt ist. Jeder dieser Funde hat seine eigene Geschichte und gibt einen kleinen Einblick in die Vergangenheit. Viele Details sind jedoch im Unklaren und können womöglich nie abschließend geklärt werden, so dass Raum für Spekulationen entsteht. So ist schon die Frage, wie die Bodenfunde an ihren Fundort kamen, sehr interessant. Diese könnten gezielt vergraben (Grabbeigaben o.ä.), verloren, vergessen oder schlicht entsorgt worden sein.

     

    Um einen möglichst umfassenden Eindruck über die Entwicklung unserer Gegend gewinnen zu können, ist es wichtig, dass die Funde sorgfältig geborgen, der zuständigen Denkmalschutzbehörde gemeldet und dort fachlich begutachtet werden. So werden alle Bürgerinnen und Bürger gebeten, beim historischen Puzzlespiel mitzuhelfen und Bodenfunde zu melden. Hierfür steht Herr David Zielinski gern beratend zur Seite (Tel.: 01515 1946548, E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

     

    Im Anzeiger der HAZ vom 04.12.2014 ist zu dem Thema ein Artikel erschienen.

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    Herrn Zielinski vielen Dank für den Text.

     

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Natur-Kultur-Pfad Wassel