GESCHICHTS-FALKE

Staunt ihr, warum hier über Hornissen berichtet wird?

Ihr habt recht, Hornissen sind keine Wildbienen. Sie gehören zu den Faltenwespen. Und über sie gibt es viele Vorurteile und Märchen.

NIEMAND MUSS ANGST HABEN VOR HORNISSEN

Sicher habt ihr schon öfter von unseren größten Wespen gehört. Sie können 3 bis 4 cm lang werden. Vielleicht habt ihr auch schon mitbekommen, dass viele Menschen Angst vor Hornissen haben. Sie meinen, Hornissen wären aggressiv und ihr Stich wäre besonders gefährlich. Das stimmt nicht!

In Wahrheit gibt es keinen Grund zur Panik. Hornissen sind sehr schützenswerte Insekten. In Deutschland zählen sie übrigens zu den streng geschützten Tierarten.

DIE NESTER

Normalerweise bauen Hornissen ihre Nester gern in Höhlen, z. B. in hohle Bäume. Wenn sie keine hohlen Bäume finden, nutzen sie auch mal menschliche Bauten, wie alte Schuppen, Dachböden oder Vogelnistkästen, als Wohnraum. Ihre Nester bauen sie, indem sie aus morschem Holz kleine Stücke abbeißen. Der Speichel der Hornissen dient als Klebstoff. Das fertige Nest sieht dann aus, als wären die Waben aus Papier oder Pappe gebaut worden.

Solche Nester darf man nicht zerstören, das ist strafbar. Wenn ihr bemerkt, dass eure Eltern oder andere Erwachsenen ein Hornissennest loswerden wollen, bittet sie einfach, sich nach einem geschulten Spezialisten oder Fachberater zu erkundigen. Dieser kennt sich aus und hilft gern.

NATURPOLIZEI

Hornissen sind so etwas wie eine Naturpolizei und deshalb sehr nützlich. Ein Hornissenvolk verfüttert an seine Brut mehr Insekten (Mücken, Fliegen, Wespen usw.) als mehrere Vogelfamilien zusammen.

FRIEDLICH MITEINANDER

Für Kuchen, Eis oder Limonade interessieren sich Hornissen überhaupt nicht, deshalb kommen sie auch nicht an euren Kaffeetisch im Garten. Das tun nur die viel kleineren Wespen.

Hornissen greifen auch Menschen nicht aktiv an, sie flüchten normalerweise.
Ganz selbstverständlich sollte es sein, dass man Hornissen (besonders im Bereich des Nestes) nicht stört oder ärgert. Es ist auch nicht besonders schlau, in ein Hornissennest hinein zu pusten oder am Nesteingang herumzuspielen.

Sollte doch einmal jemand von einer Hornisse gestochen werden, so ist das immer noch kein Grund zur Panik! Hornissenstiche sind nicht gefährlicher als die von Bienen und Wespen. Sie können allerdings etwas mehr schmerzen. Selbst mehrere Stiche sind für Menschen nicht gefährlich.

Nur wer gegen Insektengift allergisch ist, muss auch bei einem Hornissenstich Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Wer noch mehr über diese interessanten Insekten erfahren möchte, kann das in diesem Artikel tun (Quelle: https://www.wildbienenschutz.de/hornissen/):


HORNISSEN - FRIEDLICHE BRUMMER (auf das Foto von der Hornisse klicken)

Diese Hornisse wurde in Wassels Feldmark fotografiert. Sie stillt gerade ihren Hunger am süßen Saft eines Baumes. Hornissen nutzen Kohlenhydrate als Flugbenzin.

 

Natur-Kultur-Pfad Wassel